<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>PK Pharmakommunikation</title>
	<atom:link href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.pk-pharmakommunikation.de/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 27 Jul 2026 07:05:33 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.2</generator>

<image>
	<url>https://www.pk-pharmakommunikation.de/wp-content/uploads/cropped-pk-favicon-32x32.png</url>
	<title>PK Pharmakommunikation</title>
	<link>https://www.pk-pharmakommunikation.de/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>FEATUREKI-Detektoren: Wer hat’s geschrieben?</title>
		<link>https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/featureki-detektoren-wer-hats-geschrieben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 14:23:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pk-pharmakommunikation.de/?p=2078</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was halten wir davon, wenn sich ein Minister seine Rede von einer KI schreiben lässt? Diese Frage wurde erst vor kurzem heiß diskutiert. Allerdings: Spitzenpolitiker verfassen doch ihre Reden ohnehin nicht selbst. Macht es also einen entscheidenden Unterschied, ob ein menschlicher Redenschreiber oder ChatGPT den Stift geschwungen bzw. die Tastatur bedient hat? Fast zeitgleich ging [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/featureki-detektoren-wer-hats-geschrieben/">FEATURE&lt;br&gt;KI-Detektoren: Wer hat’s geschrieben?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was halten wir davon, wenn sich ein Minister seine Rede von einer KI schreiben lässt? Diese Frage wurde erst vor kurzem heiß diskutiert. Allerdings: Spitzenpolitiker verfassen doch ihre Reden ohnehin nicht selbst. Macht es also einen entscheidenden Unterschied, ob ein menschlicher Redenschreiber oder ChatGPT den Stift geschwungen bzw. die Tastatur bedient hat?</p>
<p>Fast zeitgleich ging es in der Literaturwelt um eine ähnliche Frage: Der Horrorroman <em>Shy Girl</em> geriet unter Verdacht, teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz entstanden zu sein. Leser analysierten Textpassagen, diskutierten über „typische KI-Muster“ und bemühten KI-Detektoren. Schließlich zog der Verlag das Buch zurück.</p>
<p>Hinter beiden Fällen stehen ähnliche Fragen. Kann man überhaupt zuverlässig erkennen, ob ein Text von einer KI stammt? Und noch grundsätzlicher: Ist es bei jedem Text gleichermaßen wichtig, wer oder was ihn geschrieben hat?</p>
<p>Auf die erste Frage versprechen zumindest diverse KI-Detektoren eine Antwort. Doch genau hier beginnt das Problem. Nun soll eine Blackbox – der KI-Detektor – herausfinden, welche Spuren eine andere Blackbox wie ChatGPT oder Claude in einem Text hinterlassen hat.</p>
<p><strong>Digitales Meinungslotto statt sicheren Nachweises</strong></p>
<p>KI-Detektoren, die versprechen, maschinell erzeugte Texte zu identifizieren, werden von Schulen, Universitäten, Verlagen und Unternehmen bereits eingesetzt. In der Praxis fallen ihre Urteile allerdings oft erschreckend widersprüchlich aus. Wer denselben Text durch mehrere Detektoren laufen lässt, erhält nicht selten völlig unterschiedliche Bewertungen.</p>
<p>Wir haben verschiedene populäre Detektoren mit unterschiedlichen Textformen getestet. Natürlich ist das ist keine wissenschaftliche Untersuchung. Der kleine Praxistest zeigt aber sehr anschaulich, wie vorsichtig man mit den Ergebnissen umgehen sollte.</p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 537px;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 136.055px; border: 1px solid #000; padding: 6px;"></td>
<td style="width: 130.352px; border: 1px solid #000; padding: 6px;">ZeroGPT:</td>
<td style="width: 130.352px; border: 1px solid #000; padding: 6px;">AI Detector:</td>
<td style="width: 130.352px; border: 1px solid #000; padding: 6px;">Pangram:</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 136.055px; border: 1px solid #000; padding: 6px;">Liedtext, 100 % ChatGPT-generiert</td>
<td style="width: 130.352px; border: 1px solid #000; padding: 6px;">100 % Human</td>
<td style="width: 130.352px; border: 1px solid #000; padding: 6px;">82 % Human</td>
<td style="width: 130.352px; border: 1px solid #000; padding: 6px;">100 % Human</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 136.055px; border: 1px solid #000; padding: 6px;">Kurzer Sachtext zu Ebbe und Flut, 100 % ChatGPT generiert</td>
<td style="width: 130.352px; border: 1px solid #000; padding: 6px;">55 % KI
<p>56 % KI nach Bearbeitung durch Humanizer</p></td>
<td style="width: 130.352px; border: 1px solid #000; padding: 6px;">95 % Human
<p>75 % Human nach Bearbeitung durch Humanizer</p></td>
<td style="width: 130.352px; border: 1px solid #000; padding: 6px;">100 % Human
<p>100 % KI nach Bearbeitung durch Humanizer</p></td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 136.055px; border: 1px solid #000; padding: 6px;">Medizinischer Newsletter, 100 % selbst geschrieben ohne jede KI-Unterstützung</td>
<td style="width: 130.352px; border: 1px solid #000; padding: 6px;">93 % KI</td>
<td style="width: 130.352px; border: 1px solid #000; padding: 6px;">98 % Human</td>
<td style="width: 130.352px; border: 1px solid #000; padding: 6px;">100 % Human</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Diese Ergebnisse machen deutlich, wieso in seriösen Artikeln, die sich auf die Ergebnisse von KI-Checkern berufen, immer mit Vorsicht formuliert wird. Ein vollständig selbst geschriebener medizinischer Text wurde von einem Tool mit einer Wahrscheinlichkeit von 93 Prozent als KI-generiert eingestuft. Gleichzeitig galt ein komplett von ChatGPT erstellter Liedtext bei allen drei getesteten Detektoren überwiegend oder vollständig als menschlich geschrieben.</p>
<p>Ganz absurd wird es, wenn jemand den Gebrauch von KI durch KI vertuschen möchte: Sogenannte „Humanizer“ sollen KI-Texte so umformulieren, dass sie menschlicher wirken und von Detektoren nicht mehr erkannt werden. Bei unserem Versuch wurde das Ergebnis jedoch keineswegs verlässlicher. Teilweise stuften die Detektoren den bearbeiteten Text sogar häufiger als KI-generiert ein.</p>
<p>Spätestens hier stellt sich sowieso die Frage, ob der Aufwand nicht größer wird, als den Text von Anfang an selbst sorgfältig zu bearbeiten.</p>
<p><strong>Nicht jeder KI-Einsatz ist gleich zu bewerten</strong></p>
<p>Ist aber nun jeder KI-Einsatz grundsätzlich negativ zu bewerten?</p>
<p>Bei einem Roman erwarten Leser neben einer Handlung auch eine individuelle Stimme, Kreativität und persönliche Entscheidungen des Autors. Die Person, die hinter dem Roman steht, gehört gewissermaßen zum Produkt. Entsprechend sensibel wird reagiert, wenn der Verdacht entsteht, hinter größeren Teilen eines literarischen Textes könnte eine KI stehen.</p>
<p>Bei politischen Reden ist die Lage komplizierter. Dass Spitzenpolitiker ihre Reden häufig nicht selbst schreiben, ist nichts Neues. Trotzdem sollte eine Rede Haltung, Position und Persönlichkeit des Redners transportieren. Die entscheidende Frage lautet deshalb weniger, wer jeden einzelnen Satz formuliert hat. Wichtiger ist, ob der Redner für den Inhalt steht und Verantwortung für das Gesagte übernimmt. Und bei Gedenkreden finden wohl die meisten die Worte einer KI deplatziert.</p>
<p>Für Schulen und Universitäten stellt sich ein anderes Problem. Wenn eine schriftliche Arbeit gerade die eigenständige Fähigkeit zum Recherchieren, Strukturieren und Formulieren bewerten soll, verändert KI-Unterstützung die Prüfungsleistung. Da tun sich weitreichende Probleme auf.</p>
<p>Bei vielen Sachtexten liegt der Schwerpunkt dagegen an anderer Stelle. Ein medizinischer Hintergrundartikel, eine Pressemitteilung oder eine Bedienungsanleitung sollen vor allem fachlich korrekt, verständlich und präzise sein.</p>
<p>Hier kann KI durchaus ein hilfreiches Werkzeug sein: bei der Strukturierung von Informationen, bei Übersetzungen, Zusammenfassungen, Überschriftenvorschlägen oder formalen Prüfungen. Viele Schreibende dürften entsprechende Werkzeuge längst als Assistenz nutzen.</p>
<p><strong>Entscheidend ist, wer die Verantwortung übernimmt</strong></p>
<p>Problematisch wird es aber gerade hier, wenn Ergebnisse einer KI tatsächlich ungeprüft übernommen werden sollten. Die Möglichkeiten einer KI, Fehler oder „Halluzinationen“ zu generieren und sie mit der größten Überzeugung zu präsentieren, sind fast unbegrenzt.</p>
<p>Am Ende des Tages geht es um die fachliche Kontrolle. Wichtig ist, wer die Verantwortung für das Ergebnis übernimmt. Kein Zweifel, die KI kann Recherche, Strukturierung und Textarbeit unterstützen. Fachwissen, Erfahrung, kritisches Denken und sorgfältige Qualitätskontrolle ersetzt sie nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und für die Neugierigen: Für diesen Artikel gilt</p>
<p>ZeroGTP: 100 % wurde von einem Menschen verfasst</p>
<p>AI Detector: 90% Confident That’s Original</p>
<p>Pangram: 100 % Human Written</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/featureki-detektoren-wer-hats-geschrieben/">FEATURE&lt;br&gt;KI-Detektoren: Wer hat’s geschrieben?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fasten ist gut – wenn man das Mikrobiom schützt</title>
		<link>https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/fasten-ist-gut-wenn-man-das-mikrobiom-schuetzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 10:42:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pk-pharmakommunikation.de/?p=2069</guid>

					<description><![CDATA[<p>Fasten hat medizinisch ein erstaunlich gutes Image: weniger Kalorien, niedrigere Insulinspiegel, weniger Entzündungen, mehr Autophagie. Klingt nach metabolischem Wellnessurlaub auf Zellebene. Doch ausgerechnet dort, wo viele klassische Fastenkuren besonders gründlich sein wollen, wird es problematisch: bei der sogenannten Darmreinigung. Cave: Der Darm ist kein Abflussrohr, sondern ein Ökosystem. Und wer dieses Ökosystem mit Glaubersalz, Bittersalz, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/fasten-ist-gut-wenn-man-das-mikrobiom-schuetzt/">Fasten ist gut – wenn man das Mikrobiom schützt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fasten hat medizinisch ein erstaunlich gutes Image: weniger Kalorien, niedrigere Insulinspiegel, weniger Entzündungen, mehr Autophagie. Klingt nach metabolischem Wellnessurlaub auf Zellebene. Doch ausgerechnet dort, wo viele klassische Fastenkuren besonders gründlich sein wollen, wird es problematisch: bei der sogenannten Darmreinigung.</p>
<p>Cave: Der Darm ist kein Abflussrohr, sondern ein Ökosystem. Und wer dieses Ökosystem mit Glaubersalz, Bittersalz, Einläufen oder Kolonhydrotherapie „reinigt“, räumt nicht nur vermeintlichen Ballast weg, sondern stört auch jene mikrobielle Infrastruktur, die für Gesundheit, Immunmodulation und Stoffwechsel relevant ist.</p>
<p><strong>Der unterschätzte Mitspieler im Stoffwechsel</strong></p>
<p>Kurzkettige Fettsäuren, Vitamine, antioxidative und entzündungshemmende Substanzen – das alles produziert das intestinale Mikrobiom. Als metabolisch interessanter Kandidat gilt vor allem Butyrat: Es stabilisiert die Darmbarriere, wirkt antiinflammatorisch und wird mit günstigen Effekten auf das Körpergewicht assoziiert. Ein vielfältiges Mikrobiom ist damit nicht dekoratives Beiwerk einer gesunden Ernährung, sondern ein wichtiger funktioneller Mitspieler.</p>
<p>Fasten kann das Mikrobiom günstig beeinflussen. Studien deuten darauf hin, dass Intervallfasten und mehrtägige Fastenphasen die mikrobielle Diversität erhöhen und nützliche Bakterien fördern können. Entscheidend ist allerdings, was während der Essensfenster passiert: Wer Intervallfasten mit ballaststoffarmer Ernährung kombiniert, macht das Konzept schnell zunichte.</p>
<p><strong>Darmreinigung: alte Tradition, neu erkanntes Problem</strong></p>
<p>Viele klassische Fastenprotokolle stammen aus einer Zeit, in der das Mikrobiom wissenschaftlich noch keine Rolle spielte. Heute wirkt manches daran überholt. Eine Studie zum zehntägigen Buchinger-Heilfasten – das traditionell mit einer Darmentleerung beginnt – zeigt, wohin die Reise gehen kann: Entzündungsfördernde Proteobakterien nahmen zu, während wichtige Ballaststoff-Verwerter wie Ruminococcaceae abnahmen, ein Effekt, der sich erst nach rund drei Monaten wieder normalisiert (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6861737/" target="_blank" rel="noopener">Mesnage et al. 2019</a>). Da Fasten und Darmentleerung im Buchinger-Protokoll untrennbar zusammenhängen, lässt die Studie offen, welcher der beiden Faktoren tatsächlich der Treiber war – ein Grund mehr, der Vorsorge wegen wenigstens auf die Reinigung zu verzichten. Als „Detox” taugt eine Darmreinigung ohnehin nicht: Entgiftung ist Aufgabe von Leber, Niere – und auch eines intakten Mikrobioms.</p>
<p>Dass das nicht nur kurzfristig unangenehm, sondern womöglich langfristig relevant ist, legt eine große britische Biobank-Auswertung mit über 500.000 Teilnehmenden nahe: Wer regelmäßig osmotische Abführmittel wie Glauber- oder Bittersalz einnahm, hatte ein deutlich erhöhtes Demenzrisiko (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10115504/" target="_blank" rel="noopener">Yang et al. 2023, Neurology</a>). Ob die Abführmittel ursächlich sind, ist noch offen – aber ein Grund mehr, dem Darm diese Prozedur nicht freiwillig anzutun.</p>
<p>Praktisch heißt das: Fasten ja, Brandrodung nein. Sinnvoller sind pflanzenbetonte Mahlzeitenfenster, präbiotische Ballaststoffe, Probiotika und – gegen alte Fastenfolklore – Kaffee. In einer großen niederländischen Kohortenstudie der Universität Groningen zählte Kaffee neben Wein und Tee zu den Getränken, die die Vielfalt der Darmbakterien am stärksten förderten (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5240844/" target="_blank" rel="noopener">Zhernakova et al. 2016, Science</a>). Die Darmflora dürfte es danken.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/fasten-ist-gut-wenn-man-das-mikrobiom-schuetzt/">Fasten ist gut – wenn man das Mikrobiom schützt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Genetik spielt mit – Warum Semaglutid &#038; Co. nicht bei allen gleich gut wirken</title>
		<link>https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/die-genetik-spielt-mit-warum-semaglutid-co-nicht-bei-allen-gleich-gut-wirken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 08:06:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pk-pharmakommunikation.de/?p=2059</guid>

					<description><![CDATA[<p>GLP-1-Rezeptoragonisten gehören zu den Erfolgsgeschichten der modernen Diabetologie. Sie senken den HbA1c, unterstützen die Gewichtsreduktion und bieten – je nach Substanz und Risikoprofil – kardiometabolische Zusatznutzen. Trotzdem bleibt in der Praxis ein vertrautes Phänomen: Manche Patientinnen und Patienten sprechen schlechter an als erwartet, obwohl Anwendung, Dosis und Therapiedauer stimmen. Eine aktuelle Arbeit in Genome Medicine [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/die-genetik-spielt-mit-warum-semaglutid-co-nicht-bei-allen-gleich-gut-wirken/">Die Genetik spielt mit – Warum Semaglutid &amp; Co. nicht bei allen gleich gut wirken</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>GLP-1-Rezeptoragonisten gehören zu den Erfolgsgeschichten der modernen Diabetologie. Sie senken den HbA1c, unterstützen die Gewichtsreduktion und bieten – je nach Substanz und Risikoprofil – kardiometabolische Zusatznutzen. Trotzdem bleibt in der Praxis ein vertrautes Phänomen: Manche Patientinnen und Patienten sprechen schlechter an als erwartet, obwohl Anwendung, Dosis und Therapiedauer stimmen.</p>
<p>Eine aktuelle Arbeit in Genome Medicine liefert dafür eine mögliche genetische Erklärung. Im Zentrum steht das PAM-Gen, das für die peptidyl-glycine alpha-amidating monooxygenase codiert. Dieses Enzym ist an der Amidierung zahlreicher bioaktiver Peptide beteiligt – darunter auch GLP‑1. Zwei untersuchte hypomorphe PAM-Varianten, p.S539W und p.D563G, sind mit einem erhöhten Typ-2-Diabetes-Risiko assoziiert; zusammengenommen trägt sie etwa jeder zehnte Mensch.</p>
<p><strong>Mehr GLP‑1 heißt nicht mehr Wirkung</strong></p>
<p>In der Studie war die PAM-Aktivität bei Trägern dieser Varianten deutlich reduziert: bei p.S539W um etwa 52 %, bei p.D563G um etwa 20 %. Interessanterweise hatten Träger zugleich erhöhte zirkulierende GLP-1-Spiegel. Was zunächst nach einem Vorteil klingt, übersetzt sich jedoch nicht in eine stärkere Wirkung. Besonders bei p.S539W zeigte sich eine reduzierte endogene GLP-1-Sensitivität – passend zum Konzept einer GLP-1-Resistenz.</p>
<p>Auch die Mausdaten passen zu diesem Bild: Pam-Knockout-Mäuse zeigten eine beschleunigte Magenentleerung, sprachen schlechter auf Exendin‑4 an und wiesen eine abgeschwächte Signalübertragung über den GLP-1-Rezeptor im Pylorus auf.</p>
<p><strong>Was bedeutet das für die Therapie?</strong></p>
<p>Klinisch war der Effekt messbar: In einer Metaanalyse von drei Kohorten mit 1.119 Teilnehmenden fiel die HbA1c-Senkung unter GLP-1RA-Therapie bei p.S539W-Trägern geringer aus als bei Nicht-Trägern. Für Metformin, Sulfonylharnstoffe und DPP-4-Inhibitoren zeigte sich dieser Unterschied nicht.</p>
<p>Noch ändert das keine Leitlinie. Aber PAM könnte künftig helfen, GLP-1RA-Non-Responder früher zu erkennen – und Therapieentscheidungen weniger nach dem Prinzip „mal sehen, ob es wirkt“ zu treffen.</p>
<p><a href="https://link.springer.com/article/10.1186/s13073-026-01630-0" target="_blank" rel="noopener">Umapathysivam MM et al. Type 2 diabetes risk alleles in peptidyl-glycine alpha-amidating monooxygenase influence GLP‑1 levels and response to GLP‑1 receptor agonists. Genome Medicine (2026).</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/die-genetik-spielt-mit-warum-semaglutid-co-nicht-bei-allen-gleich-gut-wirken/">Die Genetik spielt mit – Warum Semaglutid &amp; Co. nicht bei allen gleich gut wirken</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fuchsbandwurm: Die unsichtbare Gefahr im Grünen</title>
		<link>https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/fuchsbandwurm-die-unsichtbare-gefahr-im-gruenen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 09:55:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pk-pharmakommunikation.de/?p=2032</guid>

					<description><![CDATA[<p>Lange galt der Fuchsbandwurm als eher seltenes Problem aus ländlichen Regionen. Inzwischen verändert sich das Bild. Füchse ziehen zunehmend durch Städte, siedeln sich in Wohngebieten an – und mit ihnen breitet sich auch Echinococcus multilocularis weiter aus. Neue Studien zeigen, dass der Parasit in mehreren Regionen Europas inzwischen fest etabliert ist. Deutschland gehört dazu. Jahrelang [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/fuchsbandwurm-die-unsichtbare-gefahr-im-gruenen/">Fuchsbandwurm: Die unsichtbare Gefahr im Grünen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Lange galt der Fuchsbandwurm als eher seltenes Problem aus ländlichen Regionen. Inzwischen verändert sich das Bild. Füchse ziehen zunehmend durch Städte, siedeln sich in Wohngebieten an – und mit ihnen breitet sich auch <em>Echinococcus multilocularis</em> weiter aus. Neue Studien zeigen, dass der Parasit in mehreren Regionen Europas inzwischen fest etabliert ist. Deutschland gehört dazu.</p>
<p><strong>Jahrelang asymptomatisch</strong></p>
<p>Die Ansteckung erfolgt meist unbemerkt. Die winzigen Eier des Parasiten können über verunreinigte Erde, ungewaschene Beeren oder den Kontakt mit infizierten Tieren aufgenommen werden. &nbsp;Im Darm des Menschen schlüpfen aus den Eiern kleine Larven, die durch die Darmwand wandern und in die Blutgefäße gelangen. Danach siedeln sich die Larven bevorzugt in der Leber an und wachsen dort infiltrativ – fast wie ein maligner Tumor.</p>
<p>Die Symptome sind dann unspezifisch: Jahre später zeigen sich Beschwerden wie Müdigkeit, Oberbauchschmerzen, Gewichtsverlust oder Gelbsucht. Genau diese unspezifischen Symptome machen das Erkennen der Erkrankung so schwierig. Nicht selten wird der Befund zufällig entdeckt – etwa bei einer Ultraschall- oder CT-Untersuchung.</p>
<p><strong>Schwierige Differenzialdiagnose</strong></p>
<p>Radiologisch kann die Erkrankung tatsächlich schnell an einen Tumor erinnern. Gerade deshalb gewinnt der Fuchsbandwurm in der klinischen Praxis an Bedeutung. Vor allem in Süddeutschland sollten Ärztinnen und Ärzte bei unklaren Leberbefunden auch den Fuchsbandwurm in Betracht ziehen.</p>
<p>Die gute Nachricht: Früh erkannt, lässt sich die Erkrankung heute deutlich besser behandeln als früher. Es kommen kurative Resektion und ergänzend Benzimidazole wie Albendazol zum Einsatz – diese teilweise lebenslang.</p>
<p><strong>Prävention bleibt entscheidend</strong></p>
<p>Dass sich der Fuchsbandwurm zunehmend ausbreitet, verändert auch die Wahrnehmung der Erkrankung. Was lange als seltene Zoonose galt, wird für Human- und Veterinärmedizin relevanter.</p>
<p>Große Panik ist zwar nicht angebracht. Aufmerksamkeit dagegen schon. Denn einfache Maßnahmen – gründliches Händewaschen, Reinigung bodennaher Lebensmittel oder regelmäßige Entwurmung von Haustieren – können das Risiko bereits deutlich senken.</p>
<p>Der Fuchsbandwurm bleibt selten. Unterschätzen sollte man ihn trotzdem nicht. Darum:</p>
<ul>
<li>Nach Gartenarbeit oder Tierkontakt Hände waschen</li>
<li>Beeren, Pilze und Fallobst vor dem Verzehr reinigen</li>
<li>Hunde und Katzen regelmäßig entwurmen lassen</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.thelancet.com/journals/laninf/article/PIIS1473-3099(25)00283-X/abstract" target="_blank" rel="noopener">Casulli, Adriano et al. Unveiling the incidences and trends of alveolar echinococcosis in Europe: a systematic review from the KNOW-PATH project. The Lancet. Infectious diseases vol. 26,1 (2026): e49-e61.</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/fuchsbandwurm-die-unsichtbare-gefahr-im-gruenen/">Fuchsbandwurm: Die unsichtbare Gefahr im Grünen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nur wenige Tage reichen: Wie Fett das Darmimmunsystem verändert</title>
		<link>https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/nur-wenige-tage-reichen-wie-fett-das-darmimmunsystem-veraendert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 06:18:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pk-pharmakommunikation.de/?p=2025</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die westliche Ernährung ist fettreich. Viele alltägliche Mahlzeiten sind energiedicht, oft stark verarbeitet und liefern erhebliche Mengen an Fett: Pizza, Frittiertes, Fertiggerichte. Und das summiert sich. Was dabei lange unterschätzt wurde: Die Folgen zeigen sich nicht erst über Übergewicht oder Stoffwechselstörungen. Der negative Effekt fettreicher Ernährung scheint schon viel früher zu beginnen – direkt im [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/nur-wenige-tage-reichen-wie-fett-das-darmimmunsystem-veraendert/">Nur wenige Tage reichen: Wie Fett das Darmimmunsystem verändert</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die westliche Ernährung ist fettreich. Viele alltägliche Mahlzeiten sind energiedicht, oft stark verarbeitet und liefern erhebliche Mengen an Fett: Pizza, Frittiertes, Fertiggerichte. Und das summiert sich.</p>
<p>Was dabei lange unterschätzt wurde: Die Folgen zeigen sich nicht erst über Übergewicht oder Stoffwechselstörungen. Der negative Effekt fettreicher Ernährung scheint schon viel früher zu beginnen – direkt im Darm. Dort betrifft er die Darmimmunität, also das Zusammenspiel aus Darmbarriere, Immunzellen und Darmmikrobiota.</p>
<p><strong>Das Fett wirkt schneller als man denkt</strong></p>
<p>Und leider kann Schaden schon nach kurzer Zeit entstehen. Eine aktuelle präklinische Studie legt nahe, dass bereits wenige Tage mit „fetten Mahlzeiten“ ausreichen, um zentrale Immunfunktionen im Darm zu beeinträchtigen – zumindest bei Mäusen.</p>
<p>Im Zentrum stehen sogenannte ILC3-Zellen. Sie sind entscheidend für eine stabile Darmbarriere und kontrollieren, wie eng der Kontakt zwischen Darminhalt und Immunsystem reguliert wird. Genau diese Zellen reagieren empfindlich auf das Fett: Ihre Zahl nimmt rasch ab. Gleichzeitig wird die Darmbarriere durchlässiger, und entzündliche Prozesse nehmen zu.</p>
<p><strong>Ein Schutzsystem gerät ins Wanken </strong></p>
<p>Als mögliche Erklärung beschreiben die Forschenden ein Zusammenspiel aus entzündlichen Signalen der Darmmikrobiota und metabolischem Stress in den Immunzellen. Die genauen Abläufe sind komplex – entscheidend ist jedoch, dass ausgerechnet die Zellen beeinträchtigt werden, die die Barriere eigentlich stabilisieren sollen.</p>
<p>Immerhin: Die Daten deuten darauf hin, dass sich diese Veränderungen zumindest teilweise wieder zurückbilden können. Das Immunsystem im Darm scheint also nicht nur empfindlich, sondern auch anpassungsfähig zu sein. Ein Grund mehr, möglichst bald über gesunde Ernährung nachzudenken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.cell.com/immunity/abstract/S1074-7613(26)00084-1" target="_blank" rel="noopener">Torrico E et al. High-fat diet causes rapid loss of intestinal group 3 innate lymphoid cells through microbiota-driven inflammation and mitochondrial stress.Immunity, 2026;0</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/nur-wenige-tage-reichen-wie-fett-das-darmimmunsystem-veraendert/">Nur wenige Tage reichen: Wie Fett das Darmimmunsystem verändert</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Natürlich wirksam? Cranberry bei Blasenentzündung</title>
		<link>https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/natuerlich-wirksam-cranberry-bei-blasenentzuendung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 13:22:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pk-pharmakommunikation.de/?p=2017</guid>

					<description><![CDATA[<p>Cranberrysaft ist einer der Klassiker bei Blasenentzündungen – und gehört zu den Hausmitteln, die relativ gut untersucht sind. Der entscheidende Punkt dabei wird aber oft übersehen: Cranberry wirkt vor allem vorbeugend. Prävention statt Therapie In Studien zeigt sich der Effekt vor allem bei Frauen mit wiederkehrenden Blasenentzündungen. Die Zahl neuer Infektionen kann durch regelmäßigen Konsum [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/natuerlich-wirksam-cranberry-bei-blasenentzuendung/">Natürlich wirksam? Cranberry bei Blasenentzündung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Cranberrysaft ist einer der Klassiker bei Blasenentzündungen – und gehört zu den Hausmitteln, die relativ gut untersucht sind. Der entscheidende Punkt dabei wird aber oft übersehen: Cranberry wirkt vor allem vorbeugend.</p>
<p><strong>Prävention statt Therapie</strong></p>
<p>In Studien zeigt sich der Effekt vor allem bei Frauen mit wiederkehrenden Blasenentzündungen. Die Zahl neuer Infektionen kann durch regelmäßigen Konsum sinken. Einem Cochrane-Review zufolge ist das Risiko bei Frauen für erneute Infektionen um etwa 25–30 % reduziert, bei Kindern scheint die Wirkung etwas stärker zu sein. Manche Gruppen wie Schwangere und Pflegeheimbewohner konnten nicht profitieren.</p>
<p>Bei der akuten Blasenentzündung zeigt sich kaum ein positiver Effekt. Ist die Infektion einmal etabliert, kommt der Mechanismus schlicht zu spät – die Bakterien haben sich bereits an die Schleimhaut angeheftet und vermehren sich.</p>
<p><strong>Was hinter der Wirkung steckt</strong></p>
<p>Schon mehr Trinken allein kann Studien zufolge die Zahl an erneuten Blasenentzündungen stark reduzieren. Beim Effekt von Cranberry geht es aber nicht um „Durchspülen“, sondern um die in der Pflanze enthaltenen Wirkstoffe: Proanthocyanidine (PAC), die es Bakterien erschweren, sich an die Blasenschleimhaut anzuheften. Gerade E. coli, der häufigste Erreger von Harnwegsinfektionen, ist auf diese Haftung angewiesen. Ohne sie wird es für die Bakterien deutlich schwieriger, sich im Harntrakt festzusetzen.</p>
<p><strong>Saft, Kapseln oder Extrakt – und wieviel überhaupt?</strong></p>
<p>Und wie und in welcher Menge nimmt man Cranberry am sinnvollsten ein? Eine einheitliche Dosierungsempfehlung gibt es nicht. In Studien werden häufig etwa 36 mg Proanthocyanidine pro Tag eingesetzt. Wie viel Saft dafür nötig ist, lässt sich nicht pauschal angeben, da der Gehalt an Proanthocyanidinen je nach Produkt deutlich variiert. Bei Nahrungsergänzungsmitteln sollte man auf die Angaben zum PAC-Gehalt achten.</p>
<p><a href="https://www.cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD001321.pub7/full" target="_blank" rel="noopener">Williams G et al. Cranberries for preventing urinary tract infections. Cochrane Database Syst Rev. 2023;4(4):CD001321.</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/natuerlich-wirksam-cranberry-bei-blasenentzuendung/">Natürlich wirksam? Cranberry bei Blasenentzündung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Natürlich wirksam? Urin als Desinfektionsmittel</title>
		<link>https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/natuerlich-wirksam-urin-als-desinfektionsmittel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2026 06:41:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pk-pharmakommunikation.de/?p=2009</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gesundheitstipps aus dem Internet können manchmal überraschende – und ehrlich gesagt auch etwas abstoßende – Formen annehmen. Zur medizinischen Anwendung von Urin finden sich zum Beispiel erstaunlich konkrete Anweisungen: Gegen Zahnschmerzen und Karies: „Den Mund mindestens drei Minuten mit frischem Morgenurin spülen und möglichst lange in der Mundhöhle behalten.“ Bei Mittelohrentzündung: „Urin in den Gehörgang [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/natuerlich-wirksam-urin-als-desinfektionsmittel/">Natürlich wirksam? Urin als Desinfektionsmittel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gesundheitstipps aus dem Internet können manchmal überraschende – und ehrlich gesagt auch etwas abstoßende – Formen annehmen. Zur medizinischen Anwendung von Urin finden sich zum Beispiel erstaunlich konkrete Anweisungen:</p>
<ul>
<li>Gegen Zahnschmerzen und Karies: <em>„Den Mund mindestens drei Minuten mit frischem Morgenurin spülen und möglichst lange in der Mundhöhle behalten.“</em></li>
<li>Bei Mittelohrentzündung: <em>„Urin in den Gehörgang laufen lassen und 15 Minuten einwirken lassen.“</em></li>
<li>Bei Hautunreinheiten oder leichten Verbrennungen: <em>„Am Morgen, nach der normalen Gesichtswäsche das Gesicht mit konzentriertem Morgenurin waschen und möglichst lange nicht abwaschen.“</em></li>
</ul>
<p>Hinter solchen Empfehlungen steckt ein erstaunlich langlebiger Mythos: Urin sei ein natürliches Desinfektionsmittel. Tatsächlich wurde er schon in der antiken und mittelalterlichen Medizin zu diesem Zweck eingesetzt.</p>
<p><strong>Den Ekel überwinden – lohnt sich das?</strong></p>
<p>Die Vorstellung, Urin sei steril, gilt heute als überholt. Moderne mikrobiologische Untersuchungen zeigen, dass der menschliche Harntrakt durchaus eine bakterielle Besiedlung besitzt. Aus dem angeblichen Antiseptikum wird damit schlicht eine Körperflüssigkeit, die – wie viele andere auch – Mikroorganismen enthalten kann und daher in der Nähe von Wunden wenig verloren hat.</p>
<p>Hinzu kommt: Urin besteht überwiegend aus Wasser sowie wenigen Prozent Elektrolyten und Stoffwechselprodukten, die der Körper gerade ausscheiden möchte. Für eine antiseptische Wirkung gibt es keinen überzeugenden Mechanismus.</p>
<p><strong>Was brennt, wirkt doch gegen Bakterien?</strong></p>
<p>Dass Urin auf verletzter Haut manchmal brennt, wird gelegentlich als Hinweis auf eine „desinfizierende Wirkung“ interpretiert. Tatsächlich liegt das eher an seiner Salzkonzentration und dem leicht sauren pH-Wert.</p>
<p>Kurz gesagt: Urin kann brennen – aber nicht aus denselben Gründen wie ein Antiseptikum, sondern eher aus denselben Gründen wie Salzwasser auf einer Schürfwunde.</p>
<p><strong>Nein – Urin ist kein Desinfektionsmittel</strong></p>
<p>Heute gibt es sauberes Wasser, einfache Wundreinigung und sterile Abdeckung. Urinanwendungen scheinen daher etwa so ratsam wie einige andere Klassiker der historischen Medizin: Aderlass bei Fieber, Quecksilberkuren gegen Syphilis oder Blutegel gegen nahezu alles.</p>
<p>Trotzdem ist der alte Mythos noch immer nicht ganz ausgerottet.</p>
<p>Sind Ihnen solche Ratschläge schon einmal begegnet?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://journals.asm.org/doi/10.1128/jcm.00675-18" target="_blank" rel="noopener">Morand A et al. Human Bacterial Repertoire of the Urinary Tract: a Potential Paradigm Shift. J Clin Microbiol. 2019 Feb 27;57(3):e00675-18.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/natuerlich-wirksam-urin-als-desinfektionsmittel/">Natürlich wirksam? Urin als Desinfektionsmittel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Abnehmen im Faktencheck: der gar nicht so kleine Unterschied</title>
		<link>https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/abnehmen-im-faktencheck-der-gar-nicht-so-kleine-unterschied/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 10:40:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pk-pharmakommunikation.de/?p=2001</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gleiche Ernährung. Gleiches Trainingspensum. Unterschiedliche Ergebnisse: Er verliert vier Kilo. Sie verliert die Geduld. Was aber sind die Gründe für diesen „Gender Weight Gap“? Muskelmasse: Der Ausgangspunkt ist nicht identisch Männer besitzen im Durchschnitt rund 10–15 % mehr fettfreie Masse als Frauen gleichen Alters. Der Anteil der Skelettmuskulatur liegt bei Männern bei etwa 40–45 % [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/abnehmen-im-faktencheck-der-gar-nicht-so-kleine-unterschied/">Abnehmen im Faktencheck: der gar nicht so kleine Unterschied</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gleiche Ernährung.</p>
<p>Gleiches Trainingspensum.</p>
<p>Unterschiedliche Ergebnisse:</p>
<p><strong>Er</strong> verliert vier Kilo. <strong>Sie</strong> verliert die Geduld. Was aber sind die Gründe für diesen „Gender Weight Gap“?</p>
<p><strong>Muskelmasse: Der Ausgangspunkt ist nicht identisch</strong></p>
<p>Männer besitzen im Durchschnitt rund 10–15 % mehr fettfreie Masse als Frauen gleichen Alters. Der Anteil der Skelettmuskulatur liegt bei Männern bei etwa 40–45 % des Körpergewichts, bei Frauen eher bei 30–35 %. Mehr Muskelmasse bedeutet jedoch einen höheren Grundumsatz: Ein Kilogramm fettfreier Masse verbraucht in Ruhe etwa 13–15 kcal pro Tag.</p>
<ul>
<li>In der Praxis ergibt sich für Männer dadurch häufig ein um 100–300 kcal höherer täglicher Energieverbrauch.</li>
</ul>
<p><strong>Energieregulation: Frühere Gegenregulation</strong></p>
<p>Bei Frauen reagiert die hormonelle Steuerung sensibler auf Energiedefizite. Der Spiegel des Sättigungshormons Leptin kann bereits bei moderater Restriktion um 30–50 % sinken, während das Hungerhormon Ghrelin zunimmt. Parallel reduziert die adaptive Thermogenese den Energieverbrauch um 5–15 %.</p>
<ul>
<li>Der Organismus einer Frau dämpft den Verbrauch also früher und konsequenter.</li>
</ul>
<p><strong>Zyklus: Gewicht ist kein fixer Referenzwert</strong></p>
<p>Gewichtsschwankungen von 1–2 kg innerhalb eines Zyklus sind physiologisch. In der Lutealphase steigt der Grundumsatz um 2–10 %, gleichzeitig erhöht sich bei vielen Frauen die spontane Energieaufnahme um 90–500 kcal pro Tag. Progesteron begünstigt zusätzlich die Flüssigkeitsretention.</p>
<ul>
<li>Kurzfristige Waagenwerte zeigen deshalb oft die hormonelle Dynamik – nicht tatsächliche Fettveränderung.</li>
</ul>
<p><strong>Menopause: Wenn sich die Verteilung ändert</strong></p>
<p>Mit den Wechseljahren steigt das viszerale Fettvolumen um rund 40–60 %, während die Muskelmasse signifikant abnimmt – selbst wenn das Gesamtgewicht nur moderat zunimmt.</p>
<ul>
<li>Zum einen ist viszerales Fett metabolisch aktiv und fördert Insulinresistenz, inflammatorische Prozesse und kardiovaskuläres Risiko. Zum anderen kann durch weniger Muskelmasse der Ruheenergieverbrauch um 100–200 kcal pro Tag niedriger liegen.</li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong>Was bei Frauen also besonders wichtig ist</strong></p>
<ul>
<li><strong>Krafttraining + ausreichend Eiweiß:</strong> 2–3×/Woche progressives Training; <strong>1,6–2,0 g Protein/kg KG</strong>, um Muskelmasse und Grundumsatz zu sichern</li>
<li><strong>Moderates Kaloriendefizit: ca. </strong>300–500 kcal statt Crash-Diät</li>
<li><strong>Zyklus &amp; Lebensphase einplanen: </strong>1–2 kg zyklische Schwankung sind physiologisch; postmenopausal Fokus eher auf Taillenumfang, Kraftwerte und Stoffwechselmarker legen)</li>
</ul>
<p>Was denken Sie: Gehen Abnehmstrategien ausreichend auf den Geschlechterunterschied ein?</p>
<p><a href="https://www.mdpi.com/2077-0383/15/2/740" target="_blank" rel="noopener">Szeliga A et al. The Impact of the Menopausal Transition on Body Composition and Abdominal Fat Redistribution. J Clin Med. 2026 Jan 16;15(2):740.</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/abnehmen-im-faktencheck-der-gar-nicht-so-kleine-unterschied/">Abnehmen im Faktencheck: der gar nicht so kleine Unterschied</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Natürlich wirksam? Nasenspülung mit Kochsalz</title>
		<link>https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/natuerlich-wirksam-nasenspuelung-mit-kochsalz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 06:56:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pk-pharmakommunikation.de/?p=1995</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nasenspülungen wirken unspektakulär – sie sind aber sehr effektiv. Auch Reviews zeigen ziemlich klar, dass regelmäßige Kochsalzspülungen bei chronischer Rhinosinusitis die Symptomlast spürbar senken können. In Studien liegen die Verbesserungen der Beschwerdescores oft im Bereich von etwa 20–30 %, begleitet von messbar besserer Lebensqualität und weniger Sekretstau. Kein Gamechanger über Nacht, aber eine Maßnahme mit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/natuerlich-wirksam-nasenspuelung-mit-kochsalz/">Natürlich wirksam? Nasenspülung mit Kochsalz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nasenspülungen wirken unspektakulär – sie sind aber sehr effektiv. Auch Reviews zeigen ziemlich klar, dass regelmäßige Kochsalzspülungen bei chronischer Rhinosinusitis die Symptomlast spürbar senken können. In Studien liegen die Verbesserungen der Beschwerdescores oft im Bereich von etwa 20–30 %, begleitet von messbar besserer Lebensqualität und weniger Sekretstau. Kein Gamechanger über Nacht, aber eine Maßnahme mit solidem Effekt.</p>
<p><strong>Was bei der Anwendung den Unterschied macht</strong></p>
<p>Damit das Ganze auch wirkt, kommt es auf die Umsetzung an. Ist die Nase verstopft, ist vor Anwendung der Nasenspülung ein abschwellendes Nasenspray oder Nasentropfen sinnvoll. Verwenden Sie für die Spülung etwa 150–250 ml isotonische Kochsalzlösung pro Nasenseite. Am unkompliziertesten sind vorportionierte Nasenspülsalze aus Apotheke oder Drogerie; hier bekommt man auch passende Nasenduschen oder Spülflaschen. Alternativ lässt sich die Lösung selbst ansetzen (ca. 9 g Salz auf 1 Liter Wasser). Wichtig ist das Wasser: idealerweise steril oder abgekocht und anschließend handwarm. Kopf leicht nach vorne über das Waschbecken senken, Mund offen lassen, ruhig weiteratmen, damit das Nasensekret gut abfließen kann. &nbsp;Kräftiges Schnäuzen ist kontraproduktiv, weil es die Schleimhaut belastet und Flüssigkeit in die Nebenhöhlen oder ins Mittelohr drücken kann. Deshalb besser sanft schnäuzen, ein Nasenloch nach dem anderen.</p>
<p><strong>Unspektakulär, aber wirksam</strong></p>
<p>Die ganze Prozedur ist nicht besonders elegant, aber effektiv. Nasenspülungen können übrigens beliebig oft angewendet werden. In der Regel werden die Symptome nach wenigen Tagen deutlich besser. Nasensprays mit Meersalz ersetzen die Spülung nicht, weil ihnen schlicht das nötige Volumen fehlt.</p>
<p>Auch die Hygiene entscheidet über den Nutzen: Lösung frisch zubereiten, Spülhilfe regelmäßig reinigen und gut trocknen lassen. Richtig angewendet ist die Nasenspülung eine einfache, kostengünstige Ergänzung der symptomatischen Therapie – und ein gutes Beispiel dafür, wie ein scheinbar unspektakuläres Hausmittel bei genauerem Hinsehen erstaunlich evidenznah ist.</p>
<p><a href="https://www.mdpi.com/1648-9144/61/8/1402" target="_blank" rel="noopener">Pecoraro L, Di Muri E, Lezzi G, Picciolo S, De Musso M, Piazza M, Bosoni M, Indrio F. Nasal Irrigations: A 360-Degree View in Clinical Practice. Medicina (Kaunas). 2025 Aug 1;61(8):1402.</a></p>
<p>Übrigens: Der Text gehört zu unserer Serie <strong>„Natürlich wirksam?“</strong>. Darin nehmen wir Hausmittel &amp; Co. unter die Lupe – mit Fokus auf das, was physiologisch Sinn ergibt und wissenschaftlich zumindest ein bisschen Rückenwind hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/natuerlich-wirksam-nasenspuelung-mit-kochsalz/">Natürlich wirksam? Nasenspülung mit Kochsalz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Abnehmen im Faktencheck: Bewegung neu gedacht</title>
		<link>https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/abnehmen-im-faktencheck-bewegung-neu-gedacht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2026 09:36:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pk-pharmakommunikation.de/?p=1982</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bewegung ist nach wie vor Teil jeder Abnehmstrategie. Gleichzeitig wächst das Verständnis dafür, dass ihr größter Nutzen oft nicht auf der Waage sichtbar wird, sondern in der metabolischen und körperlichen Anpassung. Der Blick geht weg vom einzelnen Workout … … hin zum gesamten Aktivitätsniveau. Morgens 40 Minuten joggen, danach stolz ins Büro – und dann [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/abnehmen-im-faktencheck-bewegung-neu-gedacht/">Abnehmen im Faktencheck: Bewegung neu gedacht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bewegung ist nach wie vor Teil jeder Abnehmstrategie. Gleichzeitig wächst das Verständnis dafür, dass ihr größter Nutzen oft nicht auf der Waage sichtbar wird, sondern in der metabolischen und körperlichen Anpassung.</p>
<p><strong>Der Blick geht weg vom einzelnen Workout …</strong></p>
<p>… hin zum gesamten Aktivitätsniveau.</p>
<p><em>Morgens 40 Minuten joggen, danach stolz ins Büro – und dann acht Stunden Sitzmarathon. Viele werten das als Erfolg, obwohl der Schrittzähler abends trotzdem weniger Bewegung zeigt als an einem Tag mit vielen kleinen Wegen, Treppen und „nur“ einem Spaziergang.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Alltagsbewegung, kurze Wege zu Fuß oder weniger Sitzzeit tragen oft mehr zur Gesamtbilanz bei als einzelne intensive Einheiten. Doch Bewegung verändert nicht nur die tägliche Aktivität – sondern auch, wie der Körper auf Training reagiert.</p>
<p><strong>Krafttraining verändert den Körper – auch ohne Gewichtsverlust.</strong></p>
<p>Fettmasse kann sinken, Muskelmasse steigen.</p>
<p><em>Dwayne Johnson brachte in seinen Actionrollen um die 120 Kilo auf die Waage – ihr Nachbar mit Bürojob würde bei gleichem Gewicht wahrscheinlich ein bedeutend anderes Körper- und Fitnessbild vermitteln.</em></p>
<p>Das Gewicht bleibt stabil, während sich Funktion, Haltung und metabolische Parameter verbessern. Fortschritt zeigt sich damit nicht nur auf der Waage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn nicht nur das <em>Wie viel</em>, sondern auch das <em>Wie</em> entscheidend ist, rückt die Trainingsintensität automatisch in den Fokus.</p>
<p><strong>Mehr Intensität ist nicht automatisch besser.</strong></p>
<p>Aktuelle Diskussionen betonen Nachhaltigkeit statt Extremprogramme.</p>
<p><em>Ein Training kann sich großartig anfühlen – bis am nächsten Tag der Muskelkater einzieht und plötzlich jede Treppe gemieden wird. Wenn dann lieber der Partner zum Müll rausbringen geschickt wird, war das Workout vielleicht härter als langfristig sinnvoll.</em></p>
<p>Routinen, die sich dauerhaft in den Alltag integrieren lassen, sind langfristig wirksamer als kurzfristige Hochphasen.</p>
<p><strong>Früher fragte man: Wie hart war das Training?</strong></p>
<p><strong>Heute eher: Wie aktiv war der Tag insgesamt?</strong></p>
<p>Hundebesitzer erreichen Bewegungsempfehlungen übrigens deutlich häufiger als Menschen ohne Hund. An grauen Tagen gehen sie trotzdem los. Nicht weil sie motivierter sind – sondern weil der Alltag es verlangt.</p>
<p>Also – welche Ideen haben Sie?</p>
<p><a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11529494/" target="_blank" rel="noopener">Zablan K, Melvin G, Hayley A. Dog ownership, physical activity, loneliness and mental health: a comparison of older adult and younger adult companion animal owners. BMC Psychol. 2024 Nov 1;12(1):618.</a></p>
<p><a href="https://academic.oup.com/jcem/article/109/3/e997/7454811" target="_blank" rel="noopener">Dorling JL, Apolzan JW, Johannsen NM, Thomas DM, Höchsmann C, Hsia DS, Martin CK. Exercise-induced Changes in Central Adiposity During an RCT: Effect of Exercise Dose and Associations With Compensation. J Clin Endocrinol Metab. 2024 Feb 20;109(3):e997-e10</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de/blog/abnehmen-im-faktencheck-bewegung-neu-gedacht/">Abnehmen im Faktencheck: Bewegung neu gedacht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pk-pharmakommunikation.de">PK Pharmakommunikation</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
